Wilde Wiese

Immer wieder finde ich mich inmitten wilder Wiesen wieder. Ob in den Bergen oder in der Stadt oder an einem See. Umgeben von Löwenzahn und Gänseblümchen. Ich laufe hindurch. Mit Bedacht. Gebe Acht. Den Blick erst in die Weite gerichtet. Dann zu meinen Füßen.

Erst nicht gesehen. Und plötzlich so nah und klar. Ein goldener Schimmer inmitten von weiß. Sie ist welk, von der Sonne gewärmt. Sie zieht mich an. Ich sehe genau hin. Sie strahlt. Diese eine Welke inmitten Neuer. Versteckt im dichten Gras fast unsichtbar. Ich habe dich gesehen.

Mikrokosmos

Schon lange hatte ich diesen einen Wunsch: Kleinste Details und Organismen ganz zu groß zu erleben. Mit einem kleinen technischen Hilfsmittel konnte ich es nun erreichen.

Sieh hin

Und nun. Ich bin überwältigt. Diese kleine große Welt verzaubert mich immer wieder auf’s Neue. Vom Regenwassser genässte Pusteblumen. Ein winziger Gast auf einer Blüte. Lichtreflexe im Netz der Pusteblume. Es ist sagenhaft, was die Natur zu bieten hat.

Inne halten

Kaum bin ich in der Natur, spüre ich, wie ich ruhiger werde. Kennt Ihr das? Einmal inne halten, die Augen schließen. Was spürst du? Wind? Wärme? Kälte? Was hörst du? Wen hörst du? Plästerndes Wasser? Regen? Gezwitscher? Bewegungen im Gebüsch? Bleib und Hör hin, welche Geschichte Dir die Natur heute erzählt.

Big City Life

Über die Hälfte meiner Kindheit habe ich in ländlichen Gegenden gelebt. Umgeben von Hügeln, die von Früh bis spät von der Sonne gewärmt werden. Wäldern, die den Tieren Schutz bieten. Oder Felsen umgeben von einer eigenen Flora, auf denen Hirten ihre Schafe weiden ließen. Ein unbeschreibliches Spektakel dem zuzusehen. Dort fing ich selbst mit dem Fotografieren an. Es gab mir die Ruhe. Ein Plätzchen suchen und nichts denkend den Anblick genießen. Natur erlebt man nicht nur auf dem Land oder in den Bergen. Auch in unserer Stadt lebt die Natur.

Schon an der nächsten Ecke

Manchmal reicht ein kleiner Blick um die Ecke, um Schönes zu sehen. Es blüht nahezu überall. Ob im Park oder im kleinen Beet des Nachbarn. Haltet inne auf Eurem Weg, es gibt soviel bestaunen. Hört hin, dieses Klopfen, es ist nicht der Nachbar. Es kommt vom Baum, dort drüben. Die Natur lebt.

Die kleinen großen Dinge

Erholung und Entspannung in unserer schönen Stadt – ja, das geht! Auf einem kleinen Spaziergang durch die umliegenden Straßen in Richtung Innenstadt, entdeckte ich zauberhafte, grüne Anlagen. Die vereinzelten Bänke luden zum Verweilen ein. Abends, wenn unsere Stadt allmählich zur Ruhe kommt, wird es ganz friedlich.

Abschalten

Manchmal habe ich das Gefühl, in einem Hamsterrad zu Laufen. Die Termine und Pflichten nehmen kein Ende. Die Zeit scheint wegzulaufen. Ich fühle mich müde, doch zur Ruhe komme ich nicht. Ich erinnere mich an meine Arbeit. Was muss ich noch erledigen? Ach ja… Die Aufgabe will mir nicht so richtig gelingen. Es scheint eine Ewigkeit zu dauern. Dabei würde ich so gern raus. Auftanken. Erst die Arbeit, dann dass Vergnügen. So ist es doch, oder? So wurde es beigebracht. Aber was, wenn mein Kopf nur noch leer ist?

Den Kopf frei

Irgendwann ist der Punkt erreicht, da geht es nicht mehr weiter. Mach einen Punkt. Bleib stehen. Hör in Dich hinein. Solange bis Du hörst und fühlst was Du jetzt wirklich brauchst. Was Dir gut tut und was Dir neue Kraft gibt. Sprich es aus „Ich kann nicht mehr.“ Oh wie oft habe ich gehört, Du kannst nicht immer weglaufen. Du musst doch Deinen Pflichten nachgehen. Immer dieses schlechte Gewissen. Dabei denkt ein freier, klarer und entspannter Geist doch viel besser. Warum lassen wir uns so unter Druck setzen? Wir sind keine Maschinen.

Nimm Dir Zeit

Ich gehe raus. Ich schnappe mir meine Kamera ohne bestimmtes Ziel. Ich nehme sie einfach mit. Wer weiß, was ich entdecke. Meine Augen offen. Ich lasse mich treiben und fühle. Heute ist es die Sonne. Sie wird bald untergehen. Im Moment wirft sie ihr Licht auf einen Busch. Er trägt einige Blätter. Gezackt sind sie und rot bis lila. Sie scheinen zu glühen. Es hält mich fest, dieser Anblick. Ich bleibe stehen und fange die Bilder ein. Unbewusst atme ich tief durch und spüre wie mein Geist entspannt. Mach weiter.

Und ich gehe weiter, so wie die Sonne weiter zieht bis sie untergeht und meine Gedanken mitnimmt.

Erwachen

Fühlt Ihr Euch manchmal ausgepowert? Aktuell ist es sehr anstrengend: Die Pandemie lässt uns schier nicht mehr los. Medien berichten über das Infektionsgeschehen und geplante oder durchgeführte Impfungen und erste neue Erkenntnisse. Der Mensch ist skeptisch und unsicher. Der Eine mehr, der Andere weniger. Man möchte sagen, wir sind gespaltener denn je. Die Schulen müssen wöchentlich über Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht entscheiden. Die Familien und Kinder stehen vor Herausforderungen, die weit über die Organisation hinausgehen. Wer hier noch einen halbwegs klaren Kopf behalten möchte, muss immer wieder neue Kraft tanken. Es ist so wichtig!

Sieh das Schöne

Die Sonne lacht immer öfter wieder vom Himmel. Die Temperaturen steigen verführen zu luftiger Kleidung. Wir wollen alle ihre Wärme spüren und in uns aufsaugen. Ihre Wärme lockt uns nach draußen. Mittags treibt sie manchen von uns die Schweißperlen auf die Stirn. Die Natur braucht Sie genauso wie den Regen. Die Böden der Wälder sind zum Teil durstig. Trockene Blätter bedecken den Boden. Dazwischen spitzeln die ersten Blüten farbenfroh hervor.

Sieh genau hin. Bleib stehen. Lasst Euch fallen. Haltet einfach mal Inne. Könnt Ihr den Wald hören? Ist der Wald still? Nein, er spricht mit Dir. Lass Dir seine Geschichte erzählen. Schau auf Deine Füsse: Wo stehst Du? Was fühlst Du unter Deinen Füssen? Was siehst Du? Klingt alles sehr seltsam für Dich. Ich weiß. Lass Dich einfach darauf ein. Deine Gedanken werden wandern. Du wirst Deine Umwelt sehen. Und Du wirst Dich frei fühlen. Ruhig werden und entspannen. Dein Geist wird es Dir danken und auch Dein Körper. Nimm Dir diese Zeit. Nimm Dir Zeit für Dich selbst. Teile dieses Gefühl gern mit Menschen, die Dir wichtig sind. Und ja, dass kann bedeuten, dass Du anlässlich der aktuellen Situation umdenken solltest. Trefft Euch, aber anders. Es tut nicht weh. Im Gegenteil, Ihr drückt genau dadurch Eure Wertschätzung füreinander aus: Ich will, dass Du gesund bleibst. Ich mag Dich. Es ist ganz einfach!